Dienstag, 3. Januar 2017

ANTONYM

 
 
 
 
 
 
 
ANTONYM
 
Ein Knirps warf mir 'nen Ball zur Hand.
Real, Vollgummi, wie ich fand.
"Schaffst du's, ihn stülpend, links herum?"
So, seine Frage. Ich dacht' stumm.
Wie kann es sein, das dieses Kind
solch närrisch' Aufgab' stellt. Gelind
Gesagt, unlogisch, hirnverbrannt.
Mein Denken hetzte angespannt.
 
Ich suchte nach des Rätsels Trick.
Verwarf Modelle; abwegig.
Verband Synapsen, mancher Art.
Mein Kopf, er glühte, fand kein' Rat.
Ich drehte, wendete mein Hirn,
Bis merklich Falten, auf der Stirn.
Das Denkzentrum, sprichwörtlich, schwer
Lag aufgestützt, in Händen; leer.
 
Der Knabe grinste mich nun an.
Und sprach: "Hör zu, du grübelnd Mann.
Die Lösung findest du zwar nicht
Genau wie, Nachts, kein Tageslicht,
Ersichtlich, dich erhellen wird."
Jetzt weiß ich, wer viel sinnt, viel irrt.

 
 
© bild & text by: Herr Wortranken
 
 
 
 


Montag, 2. Januar 2017

ENTMISCHUNG vs. EINMISCHUNG

 
 
 
 
 
 
 
 
 
ENTMISCHUNG vs. EINMISCHUNG  

Krankheiten, ja, sind eine Prüfung;
In diesem Spiel, ohn Göttertreiben.
Du selbst touchierst, mit deiner Hände
Jahreswerk, Melange; aus Seelendrang,
Mit Einflussnahme, auf Reaktion
Der tumben Selbstbefleckung vieler
Parlamentariersoldaten,
Die weitab, jedwedem menschlich Geist
Verirrt, in töricht Wirrheit ihrer
Lobbyistenprofession gefall'n. 

Mensch, sei es, jetzt, mit heiligem Zorn.
Nutz eig' Bestimmung, vorurteilsfrei;
Seelenemphatiker, bist Denker,
Und zugleich ein Macher dieser Welt,
Die, Frieden, Freiheit treu erwartet,
Von ehrlich' Händewollenschaffern.


 
 © bild & text by: Herr Wortranken

 
 


Sonntag, 1. Januar 2017

ʇ ı ǝ ɥ ı ǝ ɹ ɟ

 
 
Freiheit
 
 
ʇ ı ǝ ɥ ı ǝ ɹ ɟ
 

freiheit
die nicht meine
nötigte mich nil
fix
 
freiheit
zeugs als gabe
oft bergen drin
nur tricks
 

 © bild & ɟɹǝıɥǝıʇs-text by: Herr Wortranken
 
 
 


Sonntag, 25. Dezember 2016

ANGEBINDE


Weihnachtsgeschenke

ANGEBINDE

Ja, Sie findet es so herrlich,
Wenn Geschenke bleiben aus.
Ist beliebt bei allen Menschen,
Doch, sie wünscht sie, nie im Haus.

Prächtig malerisch die Wohnung.
Gradwegs jetzt, in dieser Zeit.
Nichts befüllt, die Abfalltonne.
Ohne Müll; fühlt sich befreit.

Weihnachtstage, Osterfeste,
Alles ist so lange her.
Sie verlor den Mann, die Kinder.
Nett die Wohnung. Augen leer.

Nachbarn wunderten, schon oftmals,
Diese Unerreichbarkeit.
"Hat sich halt massiv gewandelt",
Mutmaßten alle. Beileid.





© bild & text by: Herr Wortranken


 



Samstag, 24. Dezember 2016

URGEWALTENTAUMEL #haiku


haiku im taumel





URGEWALTENTAUMEL

Federn liegen aus 
Feuchte Wärme hinterm Haus 
Hinten, tot, die Maus 




© bild & haiku by: Herr Wortranken


Montag, 19. Dezember 2016

#FAKENEWS#


       
Vor sieben Minuten 
Wurde eines der führenden #fakenews 
Anhand von  F hl st ll n   identifiziert. 
Das Foto zeigt es bei einem der vergangenen Mediengänge. 
Quelle: herrwortranken
 

 #FAKENEWS#

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 © bild & erdichtung by: Herr Wortranken  


Sonntag, 18. Dezember 2016

ZURÜCKFASCHISTOIDIOTENHASSSICHTIGKEIT

 
 
 

Web . Siebenpunktnull

 
 
 
 
 
ZURÜCKFASCHISTOIDIOTENHASSSICHTIGKEIT 
 

Jed' Fuß umklammert vom Morast der Scholle.
Das Knie geprallt am Hass des Allerorten.
Wo ich auch zugreif, höre, schau'; nur Trolle.
Zu Viel ergötzt sich heut, an hohlbraun Worten.

Die Daseinswünsche, Lebenswundertüten,
Darreichten, Aufrichtigkeit und Fantasie.
Wo blühet Geist, gepaart mitsamt Stilblüten?
Zukunft im Siebenpunktnull; sei Symphonie.



  
© bild & text by: Herr Wortranken
 
 
 
 
 
 
 
 


Samstag, 17. Dezember 2016

winterblues










winterblues   
bist ein werber
und verderber
matt gedanke
schleimst als ranke
dich ins herz
voller schmerz
ringst uns nieder
immer wieder
hör jetzt zu
drauß' bleibst du 


                                           bild & text by: Herr Wortranken


 

Freitag, 16. Dezember 2016

kannensischer abend

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
             kannensischer abend

             kennst du das blechspielzeug
             heut kann ichs nimmer loben
             das einst manch gabentisch beschmückte
             aus dessen rohr
             mit feuerstein
            die funken stoben

            das in der vater knorrig' hand
            im kaufmannsladen
            der grauen augen
            schatten
            ein wenig glänzend wirken ließ

            kennst die erinnerung
            wenn dampfend schüssel blank gegessen
            die zeit fürs glöckchenbimmeln
            anberaumt

            als du mit leuchtend blick
            die jungschen finger
            im frisch gebügelt
            vorjahreschristkindpackpapier
            vergrubst

            erst da
            verwandelt' abend
            sich in
            heilig zorn
 
 bild & text by: Herr Wortranken
 
 
 
 
 
 
 


Donnerstag, 15. Dezember 2016

sinnen





                                            sinnen

                               möchte in die gärten
                               stieben
                               in die milde
                               zu den bunten
                               farbenfrohen
                               beerenbüschen
                               die verharrten
                               aus der Jugend

                               arabeske bist du
                               wurzelschlagend
                               mir im herzen

                               festgelegt



© bild & text by: Herr Wortranken   



Mittwoch, 7. Dezember 2016

EGALISIERUNG

 
Anpassung
 
 
 
 
                   EGALISIERUNG    
    
            Ich sehe, leidvoll heut', den Drang
            Der Politik. Mit Macht zu würgen
            Die hehren Künste dieser Welt.
            Des Könners Geist lebt unter Zwang.
            Farbe, Klang und Wort soll'n bürgen,
            Dass Stil, Tyrannen bald gefällt.
 
            Tyche zeigt mutierte Höllen.
            Schreibstift fehlt Frau Kalliope.
            Gleichheitsdenken, alsdann, Muse.
            Künstler dümpeln ohne Wellen;
            Schwarzes Licht, durch Myopie.
            Sanktionierung;  "Heil Meduse".
 
            Nein, so möcht ich niemals leben
            Mit dem Horror, dieser Sphären.
            Lobend, streitvoll unsre Hände,
            Prägen mit energisch Streben
            Schneidend Wortwahl, um zu mehren
            Interesse, vor der Wende.

 

  
© bild & text by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 


Mittwoch, 30. November 2016

VERBLEIB _frapalymo 30nov16

 
 
VERBLEIB  _frapalymo 30nov16
 
 

VERBLEIB 
 
Erst liegt er als Hoffnung, an der Mutter Brust.
Strebt dann heran, als ein menschliches Wesen.
Lernt zu entscheiden zwischen Glück und Verlust.
Vom Dasein skizziert, verstrickt in Prothesen.
So verharrt man am Orte, total verrückt.
 
Leben, gegeben mit Labung der Liebe.
Geneigtheit verzehret das Wirken, im Jetzt.
Menschheit vergisst sich, als Schöpfung der Triebe.
Im Abschied verbleibt uns, Gedenken, zu Letzt.
Verscharrt liegt am Orte, der Tote, entrückt.


 
 
 © bild & text by: ChapTer Kronfeld

 
Erstellt für frapalymo-Projekt der @FrauPaulchen

 
 
 
 


Dienstag, 29. November 2016

TANGIERT _frapalymo 29nov16

 
TANGIERT _frapalymo 29nov16
 
 
 
 
 
 
 
 
TANGIERT 
 

Im Augenblick der Selbstvergessenheit,
Unmerklich fleucht ein Dunkel durch den Raum.
Du bist allein, kein Andrer, weit und breit.
Doch du erspürst, das Haarkleid, ohne Saum.

Vorbei scheint alles, rascher als Real.
In dir Gewissheit steigt. Dies war ein Troll.
Er impfte dich. Wie schon so oft, loyal
Für eine Prosazeil', mit Dur und Moll. 

 
 
 © bild & text by: ChapTer Kronfeld

 
Erstellt für frapalymo-Projekt der @FrauPaulchen
 
 
 
 
 
 

Montag, 28. November 2016

AURORA _frapalymo 28nov16

 
 
AURORA  _frapalymo 28nov16
 
 
 
AURORA
 
 Leben drängt Endlichkeit des immanenten Endes, 

Mit formidablem Willen,


Fortschreitend in die unverträglich' Überziehung.

 

Doch Ewigkeit,


Als unaufhaltsam Expansive Phase,


Drückt diesen Unbestand zur Seite.

 

Dadurch gewinnt,


Der Götter sieghaft Genesis.
 


  © bild & text by: ChapTer Kronfeld
 
 Erstellt für frapalymo-Projekt der @FrauPaulchen
 
 
 
 
 
 


Sonntag, 27. November 2016

TRAUMFRAKTAL _frapalymo 27nov16

 
 
 
 
TRAUMFRAKTAL  _frapalymo 27nov16
 
 
TRAUMFRAKTAL 
 
Fühlbares Etwas wirkt den Raum.
Amorphes Nichts durchdringt den Geist.
Begrenzte Wachheit fördert Traum.
Grausliche Tiefe, schleunig kreißt.

Wucherndes Suchen übernimmt
Den Rest der Klarheit, im Moment,
Wenn Logik wie besoffen schwimmt
Und kein Gestade mehr erkennt.

Ein Seufzer, nach durchlebter Last,
Heimsucht jetzt diese gallig' Nacht.
Klärt Wahrheit von dem Traummorast.
Freudiger Morgen. Aufgewacht. 

  
 
   © bild & text by: ChapTer Kronfeld

  Erstellt für frapalymo-Projekt der @FrauPaulchen 



 
 
 

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