Donnerstag, 15. Dezember 2011

WEIHNACHT


WEIHNACHT


Hysterisches Kreischen.
Von Vielfalt erfüllte Wallungen.
Stetige Spitzen genießen.
Voll wollener Haarigkeit schieben sich
Anschuldigungen
Aus verquerem,
Geiferndem Mund
Ins ahnungslose Gegenüber.
Ein unkontrollierbarer,
In Stärke einer Notsirene
Wabbelnd modulierter Auswurf der Entgegnung
Verursacht Stille -
Wie nie zuvor geahnt.

 


© picture & poem by: ChapTer Kronfeld






Mittwoch, 14. Dezember 2011

KONSTRUKTIVISMUS


KONSTRUKTIVISMUS


Ein alter Mann.
Am Kopf den Schwanz.
Er trägt ihn stolz, wie einen Kranz.
Geflochten nicht, nur lang und glatt.
So liegt er auf der Straße, platt
Gefahren von 'nem Elkawe.
Kein Leben mehr, nur großes Weh'.
Macht breit sich in des Herzensgrund
Der Gaffer, die mit Augen rund
Und off'nen Mündern steh'n darum.
Ein kleines Kind ruft, der war dumm.
Zu gehen von dem Wegesrand.
Ich halte mich an Mutters Hand.
Beim überqueren dieser Straße
Bin ich beschützt, in großem Maße.
Auf meinem langen Lebensritt.
Hüpft froh gelaunt und auch mit
Schwung. Lässt los der Mutter Arm.
Die Ampel Rot. Es kommt ein Schwarm
Von Autos, bunt und schwarz in allen Typen.
Sie grapschen's Kind, so wie Polypen.
Nun ist es auch trotz Mutters Schutz,
Zu Ende mit des Lebens Schmutz.
Das diesem Kinde ward erspart.
So ist das Denken, es ist hart.


    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






Dienstag, 13. Dezember 2011

INTOLERANZ


INTOLERANZ


Tief,
Dick und leer die Luft.
Wir atmen wiederum im Takt.
Gemeinsam
Stoßen wir den Geifer aus.
Wir eifern um die Gunst der Masse.
Stillos und ohne Grund
Erklimmen wir die Höhe unsres Wahns.

Letztendlich glauben wir uns tolerant.
Besoffen von dem Zwang der vielen Geister,
Die ewig sind im Sprachgebrauch der Reaktion
Entledigen wir uns,
Von tag's zuvor genossenem Frust.
Wir
Sind die Krüppel
Unsres Sein.
   
 (c) poem by: ChapTer Kronfeld





Mittwoch, 7. Dezember 2011

VERURTEILUNG


VERURTEILUNG


Gelebtes Bangen
An Tischen mit prallgefüllten,
Triefend heißen Sprüchen.
Vergebens wartet manche Seele
Auf ein ehrlich Wort.
Nur manchmal haucht ein Schrei
Vermeintlich klärendes Gefasel,
Quer über leblos waberndes Gespinst.

    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld








Montag, 28. November 2011

LEB@EN.DE



@ Leb-en.de


Leb' Leben
Lebende leben,
leben Ende.
Leb' Ende.


    (c) picture&text by: ChapTer Kronfeld




Mittwoch, 23. November 2011

QUELLE


QUELLE


Weißt du die Quell' des Lebens.
Fragt mich daeinst vergebens.
Ein kleines Kind, es kam daher.
Es wollt das Eine und nicht mehr
Wissen, über seine Herkunft.
Kein Fragen nach der Zukunft.

Sag' mir du alter Mann.
So sprach das Kind mich an.
Ich such' die Brühe, wo ich schwamm,
Als ich nicht war, als ich begann.
Mit Leben auf dem Weltenrund.
Hier steh' ich nun mit off'nem Mund.
Zu hören jetzt dein weises Wort,
Zu künden mir an diesem Ort.

Wo komm' ich her, was war davor?
Wo war die Grenze, wo das Tor?
Des Übergangs, vom Nichts zum Jetzt.
Sag endlich, wurde ich gerezzt?

Sprachloses Atmen im Gesicht.
Um Antwort ringend. Sprizt die Gicht
Vom nahen Gestade, mir Sand,
Als Antwort klar, in meine Hand.
Sieh nun genau, ich zeig' dir's flott.
Ein jedes Korn, es ist ein dot.
In dieser Welt aus Pixel hier.
Wenn du gegeben deine tier,
Dann darfst du Bauen was du denkst.
Ein Haus, ein Baum, ein Licht, ein Hengst,
Ein Kind, wie du, zwei oder vier.
Doch alles ist nur wirklich hier,
So lang die Welt in diesem grid
Vernünftig ist, sonst wird es shit
Mit uns'ren Fragen nach dem Sein.

Gleich bin ich off und du allein.
Du wirst nichts spüren von dem Aus.
Denn du bist ja in einem Haus,
Im cach vom server bist du dann.
Beim nächsten login, spring'st mich an.


(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Mittwoch, 16. November 2011

LOYALITAeT


LOYALITAeT


Vergessen ward' der Trunk
Der Ehrlichkeit.
Im Glanz der Trüben Spiegel
Sah' Mancher wohl sein unsichtbares Selbst.
Der Kellner,
Welcher emsig Salz und Knochen brachte,
Entpuppte sich,
Als nie gedachte Farce.
So brach der Gast des Abends,
Schwankend,
Sein Versprechen.

       (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Sonntag, 6. November 2011

DER GARDEROBENSTAeNDER




DER GARDEROBENSTAeNDER


Mal schief, mal leer, mal überladen.
So steht er, quält er sich.
So nützt er uns.
Mit seinen stummen, stillen, starken Armen.
Mal einbeinig mit Ringhalter für Regenwetterstäbe,
Mal mit vier Standfüßen,
Mal eckig oder runder Fuß.

So saugt er auf den Schweiß,
Die Mühsal,
Das Innerste des Innern,
Der Träger der Mäntel, Jacken und Hüte.
Er ist ein Schwamm für Stimmungen,

Das Biotop
Für unbewusstes Ahnen
Über fremde Seelen.





(c)  picture&poem by: Herr Wortranken aka ChapTer Kronfeld





Samstag, 5. November 2011

LEBENSLAUF


LEBENSLAUF


Vierunddreißig Zahlen.
Fünfundsiebzig Lettern.
Ein Mensch.
Potenzierbare Informationen.
Menge wird viel weniger.
Masse,
Als Grenzwert der Leere.
Wieviel mehr wiegt ein ungedachter Gedanke
Schwerer,
Als das Nichts.
Gestern wird auch ein Tag sein.
Morgen war ich noch nicht vorhanden.


   (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






Mittwoch, 2. November 2011

ADVENT-2011


ADVENT-2011


Warten auf Zeiten
Auf Hoffnung
Auf Mehr.
Warten, wie lange?
Ich schwitz' hier
So sehr.

Unter der Glocke
Der Dünste
vom Geld.
Hör' ich nur jammern
Vom Euro
Der fällt.

Fallen das wird er
So tief er
Auch will.
Ausbaden soll'n wir,
Als Stimmvieh
Ganz still.

Mensch hol' dir balde
Den Knüppel
Aus'm Sack.
Hoff' wie im Märchen,
Er drescht die
Im Frack.

Und dann das Ende
Das Ende
Vom Lied.
Heiland der heilt nicht
Finanzen
und Krieg.

Nirgends ist Hoffnung
Das Leben
Vergeigt.
Frieden beständig
Wird niemals
Gezeigt.

      (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Dienstag, 1. November 2011

FLUeCHTIGE FLUCHT


FLUeCHTIGE FLUCHT


Versprechen -
Hoffen -
Laufen -
Reden sehen.
Dummheit lehren
Stund' um Stund'.
Im Lachen hören.
Schritt für Schritt den Atem sehen.
Der, der manchmal dort
Im Kreise steht,
Sieht niemals in sein Antlitz
Und vergeht,
In wolkenloser Hülle.


   (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Montag, 31. Oktober 2011

WENN LEIDEN LEIDEN_SCHAF(F)T



WENN LEIDEN LEIDEN_SCHAF(F)T


Advent.
Der Tisch in Flammen.
Gefühle brennen.
Gedanken schweifen fern.
Blicke -
Ein Suchen -
Noch was?
Drei paar Augen.
Zwei Brillen sehen auf zur Decke.
Falten im Gesicht.
Falten im Gemüt.
Wo bleibt Es?
Wer war Es?
Wer sprach ein Wort?

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Sonntag, 30. Oktober 2011

ERARE HUMANUM EST

{Poem als Anagramm HIER}

ERARE HUMANUM EST


Wirres Mein.
Klares Dein.
Am Tresen der Zweisamkeit.
Flucht nach Hause.
Mensch, begreife.
Zum Reden braucht es mehr,
Als zwei Ohren.

(c)  picture&poem by: ChapTer Kronfeld






Samstag, 29. Oktober 2011

SCHOeNHEIT

SCHÖNHEIT


Schönheit manifestiert,
Hinter dem Lack,
Sich in der Seele
Und nicht im Geschmack.

(c)  picture&poem by: ChapTer Kronfeld



Montag, 24. Oktober 2011

MEMENTO MORI

[denke d'ran,zu sterben]

MEMENTO MORI

Warum soll ich Denken.
Einer wird lenken.
Oder Zwei ?
Oder Drei ?
Dann ist's vorbei.



(c)  picture&poem by: ChapTer Kronfeld





DEMENZ

http://uzdz.blogspot.de/2016/11/verssegen-vs-vergessen-frapalymo-17nov16.html



DEMENZ

Der Tote, der Töter  
Vom Dasein und vom Sinn.
Der Bote , der Löter,
Verbinder im System.
Verrammelt, Vergammelt,
Nur Maden halten's aus.
Versammelt im Körper,
Verwesend hinter'm Haus.
 
  Die Schmerzen so tröge.
Ein Fühlen ohne Weh.
Das Leben, ein Zustand.
Nur Angst ich hier seh'.
Selbst Frühzeiterinnerung
Und liebevolles Jetzt.
Vergessene Hoffnung.
Gefühl nicht gesetzt.
 
 Der Zeitplan läuft rückwärts 
 Die Uhren bleiben steh'n.
Das Alter im Spätherbst.
Die Jugend wird geh'n.
So lern' ich die Frage
Im Jetzt meines Todes,
Als Schatten der Waage,
des eig'nen Quellcodes.
 
(c)  picture&poem by: ChapTer Kronfeld 






Mittwoch, 19. Oktober 2011

ORGANSPENDE



ORGANSPENDE

So, wir spenden ein Organ.
Wird es wachsen im Orkan?
In der Wirrheit, fremden Lebens.
Hoffnung hofft so oft vergebens.

Hirntod.
Zeh'ntod.
Füße kalt.
Kniee, Hände. Wer gibt Halt?
Diesem Treiben uns'res Lebens.
Gier nach Gelde, oft vergebens.

Tod?
Wieso?
Du?
Oder Ich?
Ich will schwimmen wie ein Fisch.
In dem trüben Übergang.
Engels'chöre.
Hör' Gesang.

Und dann seh' ich plötzlich Lichter.
Fühl' mich leichter, sehe Dichter.
Seh' den Goethe, seh' Herrn Kant.
Und der Tod reicht mir die Hand.

Hirntod. Zeh'ntod. Füße kalt.
Kniee, Hände.
Wer ruft Halt?
Zittern.
Einmal noch vergebens.
Dies' ist Endpunkt, eines Lebens.

Und der Strom wird abgestellt.
Schläuche weg.
So ist die Welt.
Eines bleibt uns doch hinieden,
Die Gewissheit, es gäb' Frieden.

 
(c) picture & poem by: ChapTer Kronfeld






Dienstag, 18. Oktober 2011

ENDE DES ANFANGS


Veranstaltungs Plakat

ENDE DES ANFANGS


Ich lebe - also bin ich.
Ich sehe - also denke ich mich.
Zeugen waren keine anwesend.
Und dennoch wurde geteilt.
Gezeugt - Geteilt - Vermehrt.
Ein Klumpen Lebendiges.
Im Meer der Ahnungen.
Wirre Verstrickung eines Bauplanes.
Kaos als einzelner frame.
Leben ?
Ist es das ?
Ende, Was bist du ?


(c)picture&poem by: (c)ChapTer Kronfeld




 

DER BEWEGTE PUNKT ALS STRICH


Veranstaltungs Plakat


DER BEWEGTE PUNKT ALS STRICH


Ein Punkt, mit keiner Dimension
Will beamen sich, wie ein Atom.
Mit Power raus, aus seiner Welt.
Er hats versprochen, ob er's hält?

Ein Anlauf, nochmal, jetzt ein Sprung
Ihm wird jetzt schwindlig rundherum.
Er bläht sich auf, wie eine Pinie
des Zeichners Hand, zieht eine Linie.

Die Linie hat nun Dimension
Sie schreit nach Breite, ohne Hohn.
Nur Eine, aber immerhin,
Ich will 'ne Fläche, das macht Sinn.

So denkt sie sich und dehnt sich aus.
Ich bin der Star, holt mich nicht raus.
'Ne Fläche bin ich, - jetzt bereit.
Sie ist es wirklich, lang und breit.

Nun kann mein Zeichner immerhin
Auf Blätter malen, wie's sein Sinn
Ihm eingibt, seiner Künstlerhand.
Das Bild wird fertig, ohne Rand.



(c)picture&poem by: (c)ChapTer Kronfeld




 

Sonntag, 28. August 2011

TRENNUNG

 

TRENNUNG


Gefühle -
Welche?
In Kneipen.
Vor Erwartungen.
Vor gutem Essen.
Nachdem -
was war.

Wir sprachen viel
Vom Selbsterlebten
Und Gemeinsamkeiten.
Die Zahl der Summe
Dieser Rechnung,
Machte zwischen uns
Den Strich.

(c)picture&poem by: (c)ChapTer Kronfeld





Dienstag, 7. Juni 2011

DER ERSTE BLICK

Anagram HIER


DER ERSTE BLICK


Der Lippen stumpfe Winkel.
Sprachlose Zähne im Gesicht.
Der Hoffnung Nahrung auf den Ohren.
Was sagst du,
Liebling,
Ich hör' dich nicht.



(c)picture&poem by: (c)ChapTer Kronfeld





Sonntag, 5. Juni 2011

GEWINN




GEWINN

Namhaftes fassen. 
Ein Etwas.

Traumhaftes lassen.
Ein Mehr.

Nur im Gedachten
Projiziert sich die Summe
Eines Sandkorns,
Als Massiger Berg.

 


(c)picture&poem by: (c)ChapTer Kronfeld



Samstag, 4. Juni 2011

ALTERN


ALTERN


Je kürzer die Zukunft,
Je farbflüchtiger die Tage.
Je größer die Zunft
Der Erzähler,
Vergangener Zeiten
Und jetziger Lage.



(c)picture&(c)poem by: ChapTer Kronfeld





Freitag, 3. Juni 2011

MENGENLEERE



MENGENLEERE


Den Fuß geteert,
Von Fäulnisschutz umgeben.
So stehen Reih' um Reih'
Die hölzern' Stangen,
Fest eingestampft in lock'rer Erde,
Als Gerüst.

D'ran wächst die Rebe,
Reift die Frucht der Wahrheit.

Nimmst du den größten Schluck
Und trinkest du ein vieles Mehr -
Die Wahrheit läßt sich nicht vermehren.
In großer Menge geht sie unter
Und wird zu Dummheit reduziert.



(c)picture&(c)poem by: ChapTer Kronfeld





Donnerstag, 2. Juni 2011

ZEIT


ZEIT



Zeiten wie Stunden.
Tage davor.
Dauern.
Erwartungen.
Gefühle drängen ans Ohr.
Erleben -
Dasein -
Im Jetzt -
Real.
Hoffnung erwarten
Heißt
Morgen vorbei.


(c)picture&(c)poem by: ChapTer Kronfeld





Mittwoch, 1. Juni 2011

TRAUM


Traum


Antworten sprühen aus funkelnden Augen
Der Unkenntnis.
Tränende Zungen erblinden im Schein
Eines Augenblickes.
Bruchstücke des Ablaufs ergehen sich im Gleichklang
Der Trennung.
Doch fließend treffen sich die Zeiten
Im verschlafenen Träumer.



(c)picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Sonntag, 29. Mai 2011

ZEITGEIST


 ZEITGEIST


Überdehnte Leiber.
Mit sorglos gequetschten Falten in Miedern und sonstig‘
Gewebsähnlichen, um Scham und Hüft‘ gewundener Linnen,
Acetaten oder Polyamiden.

So schleifen die feist grinsenden, nach unten hängenden Lefzen,
Ihre fettringwabbelnden Leiber zum Pizzabäcker.

In Erwachtung übermäßigen Zuspruch‘s fettdampfender, überhäufter Teller
Sitzen sie halbärschig auf viel zu kleinen Stühlen.
Keilen den wulstigen Rand,
Der aus stopp‘ligen Ziernieten oder doppelt getackerten Säumen fühlbar vorhanden
In ihren vom Wohlstand überdehnten und vom Dauerschweiß nässenden Anus.

Winken, trotz Dampfbildung unter den Achseln,
Den im Lokal agil tänzelnden, schmalhüftigen Kellner zu sich heran.

Mehr röchelnde Warmluft entweicht für die Bestellung einer olivenölgeschwängerten Pizza,
Als klar‘ modulierte Kehllaute,
Die den Begriffen der Speisenkarte eher entsprächen,
Aus einer schmallippigen Atemöffnung.

Taumeln, nicht trunken vom Alkohol,
Fuchtelnd und schwammig vom feisten Mahl,
Nach Hause zum Fernsehsessel.

Hinstöhnend,
Im ausgefurzten weichen Sitzmöbel,
Die Fernbedienung schaltend,
Erreicht ihr Ohr,
Nicht ihr Gehirn:

... KÖNNTEN DEN VERLETZTEN NICHT MEHR HELFEN. DIE HILFSORGANISATION ÄRZTE OHNE GRENZEN
FORDERTE EINEN SOFORTIGEN WAFFENSTILLSTAND.
DIE LAGE IN DER STADT SEI . . .

Eine Triole lyrischen Dreiklangs

FURZ - RÜLPS - FERSENHAUSSCHALTEN

Beendet den stressreichen Tag.


 ©picture & poem by: ChapTer Kronfeld






Samstag, 28. Mai 2011

DANACH




DANACH



Des Morgens schaler Atem
Krallt fest sich
In des Lakens Gitterwerk.
Erinnerung entsinnt sich so
Der ahnungslos gelebten Zeit.
Im Jetzt
Verwest das Übermorgen unseres Gestern.
Die Anderen sind die Toten.
Nur wir -
Sind ohne Leben.

(c)picture&poem by: ChapTer Kronfeld






Donnerstag, 26. Mai 2011

RELATION


 

RELATION

 
Draußen,
Vor Fensterscheiben
Tropfende Nässe,
Fröstelnde Kälte.
Drinnen,
Dampfende Teller und Tassen.
Schwitzende Achseln
Entblösen ihr haarig' Maul.
Ein Fettspritzer -
Klein wie ein Tautropfen,
Gibt Anlaß zu lautem Gebahr'.
Fröstelnde Kälte
Ist Drinnen ein grausig Geschäft
Mit Worten.
Draußen dagegen ein Notwendig' Ruhen
Des Lebens. 



(c)picture&(c)poem by: Herr Wortranken aka ChapTer Kronfeld



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